Der Wasserkreislauf

Das lebenswichtige Trinkwasser „entleihen“ wir gewissermaßen aus dem ständigen Wasserkreislauf und führen es ihm nach Verbrauch auch wieder zu. So funktioniert der Wasserkreislauf:


Über dem Meer verdunstet Wasser zu Wasserdampf, der hoch steigt und sich infolge Abkühlung zu Wolken verdichtet. Sie geben die Feuchtigkeit in Form von Regen, Schnee und Hagel über Land und Meer wieder ab. Die Flüssigkeit fließt zum Teil oberirdisch in Bächen und Flüssen wieder zum Meer zurück, der andere Teil versickert im Boden und wird zu Grundwasser. Zur Nutzung in Haushalt und Industrie entnehmen wir Oberflächen- und Grundwasser. Es wird aufbereitet, als Trink- und Brauchwasser genutzt und nach der Reinigung wieder in Flüssen und Bächen dem Meer zugeführt. Zusätzlich verdampfen aus Seen und Flüssen, Wiesen, Feldern und Wäldern erhebliche Mengen Wasser. Dieser Wasserdampf kondensiert wiederum zu Wolken, aus denen Niederschläge fallen.

wasserkreislauf


Wasser ist ein knappes und wertvolles Gut. In unseren Breitengraden ist uns das leider gar nicht so sehr bewusst. Denn das kühle Nass fließt und sprudelt immer und jederzeit verfügbar aus dem Wasserhahn, aus Brunnen und Quellen. Als nutzbares Oberflächen- und Grundwasser verbleiben auf unserer Erde jedoch gerade einmal 0,649 Prozent der gesamten Wasservorräte. Der Rest ist in Gletschern, an Polen und in der Atmosphäre gebunden oder besteht aus ungenießbarem Salzwasser in den Ozeanen. Deshalb ist es so wichtig, Verunreinigungen unserer Gewässer zu vermeiden und sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

Der Wasserverbrauch ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen, insbesondere in den Industrienationen. Täglich knapp 150 Liter Trinkwasser – also eine ganze Badewanne voll – benötigt im Durchschnitt der Bundesbürger. Nur zwei bis drei Liter davon werden zum Kochen und Trinken genutzt, der größte Teil – rund 98 Prozent – entfällt auf Körperpflege, Baden, Duschen, Wäschewaschen, Wohnungsreinigung, Gartenpflege und die Toilettenspülung. Aber alles Wasser, das wir verbrauchen, geht früher oder später als Abwasser in die Kanalisation und in die Kläranlage, die es gereinigt wieder in den natürlichen Kreislauf zurückleitet. Im Grunde genommen bekommen wir „unser“ Wasser also immer wieder. Das zwingt uns, sparsam und sinnvoll mit dem knappen Gut „Trinkwasser“ umzugehen.

Jeder kann in seinem persönlichen Umfeld zum Umwelt- und Gewässerschutz beitragen. Das beginnt damit, dass man feste Abfälle – Zigarettenstummel, Wattestäbchen, Kondome, Damenbinden, Windel usw. – und schädliche Stoffe wie Medikamente, Altöl, Farbe, Lacke und Lösungsmittel entsprechend entsorgt und nicht ins Abwasser gelangen lässt. Dies gilt ebenso für Speisereste und Küchenabfälle, die besser auf den Kompost oder in die Restmülltonne als ins Abwasser gehören. Reinigungs-, Putz- und Waschmittel können sparsam dosiert werden. Schon beim Kauf sollte man auf umweltfreundliche Produkte achten.

Auch eine Überprüfung des persönlichen Wasserverbrauchs ist angebracht. Mit zweckmäßigen Anschaffungen und einer bewussteren Lebensweise wird zum einen die Umwelt entlastet, zum anderen kann bares Geld gespart werden.

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